Logo und Startbild
Reisebaukasten Vilnius

Vilnius

Hauptstadt von Litauen - Europas Kulturhauptstadt 2009

Pictogramm Unterkünfte
Pictogramm Fähre
Pictogramm Flug
Pictogramm Mietwagen
Pictogramm Kultur und Freizeit
Pictogramm Kultur und Freizeit
    Fähren
     Flüge
    Essen

 

Eiserner Wolf
Eiserner Wolf im Gediminas-Turm

Vilnius Geschichte

Als Großfürst Gediminas am Zusammenfluss von Vilnia (Wilna) und Neris übernachtete, träumte ihm, er versuche einen riesigen, eisernen Wolf, der auf dem Hügel über der Mündung schaurig heulte, mit Pfeil und Bogen zu erlegen. Doch die Pfeile prallten an Isegrim ab. Ein Traumdeuter weissagte ihm, wenn er auf dem Hügel eine Burg errichtete, würde sie unbezwingbar sein wie der eherne Wolf und die Stadt zu ihren Füßen zu den mächtigen der Welt zählen.

Urkundlich erwähnt wurde Vilnius (Wilna) erstmalig 1323, als Gediminas Händler und Handwerker aus allen Teilen Europas anwarb. In diesem Jahr verlegte er auch den Sitz des Großfürstentums Litauen von der damaligen Hauptstadt Trakai hierher. Ausgrabungen ergaben jedoch, dass schon zur ersten Jahrtausend- wende an dem strategisch günstigen Ort gesiedelt wurde. Mit der Krakauer Hochzeit im Jahr 1386 zwischen der polnischen Thronanwärterin Hedwig und dem litauischen Großfürsten Jogila entstand das polnisch-litauische Großreich, die Rzeczpospolita, mit Vilnius als Hauptstadt, die im selben Jahr auch das Magdeburger Stadtrecht erhielt.

Jogila musste als Preis für die Thronbesteigung, nach der er sich Wladislwa II. Jagiello nannte, Litauen christianisieren. Das ewige Feuer auf dem Gediminas-Hügel in der Hauptstadt wurde gelöscht, der dortige heidnische Tempel geschleift. Die Stadt blühte daraufhin wirtschaftlich auf, geriet jedoch fortan immer mehr unter polnischen Einfluss, der im 16. Jh. schließlich dazu führte, dass sie an Bedeutung abnahm, während Krakau ins Zentrum des Großreichs rückte.

Anfang des 18. Jh. wurde Vilnius im Großen Nordischen Krieg von den Schweden zerstört, mehrere Großbrände in diesem Jahrhundert erschwerten den Wiederaufbau. Mit der dritten Teilung Polen-Litauens 1795 verschwand das Großreich endgültig von der Landkarte, die östlichen Teile fielen an Russland. Vilnius wurde damit nach Moskau und St. Petersburg drittgrößte Stadt des russischen Reichs. 1831 und 1863 schlossen sich die Litauer dem polnischen Aufstand gegen die russische Oberherrschaft an, die jedoch niedergeschlagen wurden. In der Folge wurde die Universität in Vilnius geschlossen und die lateinische Schrift verboten. Die Wirtschaft der Hauptstadt vom Russischen Generalgouvernements Wilna florierte jedoch weiter, vor allem wegen der Eisenbahnlinie St. Petersburg - Warschau, die hier vorbei führte.

Im Ersten Weltkrieg wurde Litauen für zwei Jahre von Deutschland besetzt, jedoch schon am 16. Februar 1918 wurde die Republik Litauen mit der Hauptstadt Vilnius proklamiert. Diese wurde allerdings schon zwei Jahre später vom ebenfalls unabhängigen Polen besetzt, das sie erst zur Hauptstadt der neuen Republik Mittellitauen erklärte, die dann 1922 der polnischen Republik angeschlossen wurde. In Folge des geheimen Zusatzprotokolls des Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspaktes und des anschließenden Zweiten Weltkriegs wechselte die Oberherrschaft zwischen Deutschland und der Sowjetunion, bevor Vilnius dann von 1945 bis 1990 Hauptstadt der Sozialistischen Sowjetrepublik Litauen war.

1990 proklamierte Litauen einen unabhängigen Staat, der jedoch zunächst von Moskau mit Waffengewalt verhindert wurde. Am 13. Januar 1991 besetzten die Sowjetarmee den Fernsehturm und das Rundfunkzentrum und drohte, das Parlament zu stürmen, vor dem 150.000 Litauer Wache hielten. Obwohl bei diesen Unruhen 14 Menschen getötet wurden, kam es nicht zum Äußersten und am 9. Februar 1991 wurde die Stadt an der Wilna erneut zur Hauptstadt der Republik Litauen ausgerufen. 2004 trat das Land dann der EU und der Nato bei, 2007 auch dem Schengener Abkommen.

 

Botschaft von Uzupis
Botschaft der Republik Uzupis

Vilnius Kultur-Hauptstadt 2009 Barock - Gotik - Oper - Uzupis

„Eine Stadt in der die Wolken aussehen wie Barock und umgekehrt“ schrieb Ceslaw Milosz über die Stadt an der Wilna, während er dort seine Studienjahre verbrachte. Die barocken Kirchen prägen denn auch das Stadtbild, doch architektonisch wird noch einiges mehr geboten. Napoleon wollte die gotische, aus 33 verschiedenen Backsteinformen gebaute Annenkirche am liebsten auf seinen Händen nach Paris tragen. Einige romanische Häuser erinnern an die Zeit vor dem Mittelalter. Die Kathedrale und das vom selben Architekten erbaute Rathaus zählen zu den beeindruckendsten Prachtbauten des Klassizismus. Die 1569 von Jesuiten gegründete Universität bildet mit ihren zahlreichen Innenhöfen und einer eigenen Kirche eine Stadt in der Stadt. In ihrer Bibliothek findet man über 5 Millionen Bücher, davon fast 200.000 aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

Vilnius war lange für seine Toleranz gegenüber Minderheiten bekannt, was mit der späten Christianisierung zusammenhängen mag. Noch heute werden in dem eigentlich streng katholischen Land Naturgottheiten wie Perkunas (Gott des Donners), verehrt. Der hier Jonines genannte Johannestag zur Sommersonnenwende ist das wichtiges Fest des Jahres. Schon unter den heidnischen Fürsten fanden die in weiten Teilen Europas verfolgten Juden hier Zuflucht. Wilne, wo man das reinste Hebräisch sprach, wurde für Jahrhunderte Mittelpunkt der Jüdischen Gemeinde Osteuropas, der größten jüdischen Gemeinschaft der Welt. Erst unter der russischen Besatzung Ende des 18. Jahrhunderts wurzelte auch im Jerusalem des Nordens der Antijudaismus und fand in den Pogromen im Zweiten Weltkrieg seinen Höhepunkt.

Doch die so facettenreiche Stadt lebt nicht nur in der Vergangenheit. Die Bewohner sind vielmehr für ihr südländisch anmutendes Laissez-faire im Hier und Jetzt bekannt. Stundenlang schlendert man die Fußgäng- erzone in der Pilies-gatve hoch und runter, Sehen und gesehen Werden ist wichtigste Beschäftigung. Das geht auch hervorragend in den zahlreichen Straßencafes. Hier trinkt man das nach eigener Meinung beste Bier der Welt (dem schließen wir uns an), übrigens niemals ohne die typischen herzhaften Snacks dazu, und schaut den natürlich schönsten Frauen der Welt (das prüfen Sie am besten selbst) zu, wie sie mit den (unzweifelhaft) längsten Absätzen der Welt den Kampf mit dem Kopfsteinpflaster aufnehmen. Doch erst nach Einbruch der Dunkelheit erwacht das Rom des Baltikums wirklich zum Leben. Dann trifft man sich in der Botschaft der Republik Uzupis, einem Cafe am Ufer der Wilna. Die hier aushängende „Verfassung“ des Künstlerviertels Uzupis, das gerne mit dem Montmartre in Paris verglichen wird, schreibt vor, jeder Mensch habe das Recht, glücklich oder unglücklich zu sein und das Recht zu sterben, wobei dazu allerdings keine Verpflichtung bestünde. Straßenschilder machen unmissverständlich klar, dass Frauen mindestens so schön wie Mona Lisa zu sein haben. So gelingt es denn der Boheme des Rom des Ostens auch in Punkto Chauvinismus mit den Bewohnern der ewigen Stadt gleich zu ziehen.

2009 feiert Litauen tausendjähriges Bestehen, die Hauptstadt des Landes ist dann auch Kulturhauptstadt Europas. Feiern Sie mit in der zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Stadt, die so viele Oberherrschaften ertragen musste und doch immer ihren Charakter bewahrte. Hier finden Sie Tickets für die Vilnius-Oper, das St. Christophorus Sommerfestival, das Opern-Festival, Vilnius-Konzerte, die Kulturnacht Es werde Nacht!, den Jahrmarkt Das Erbe des Vilniuser Handwerks und vieles mehr.

 

gotische Annenkirche
gotische Annenkirche in Vilnius

Vilnius Hotels, Flug, Restaurants, Mietwagen Vilnius Stadtführung

Noch immer steht der Fremdenverkehr in Vilnius etwas im Schatten von Riga und Tallinn, wofür es angesichts der Ge- schichte und Kultur der Stadt sowie der vielen tollen Ange- bote im Tourismus und Freizeitbereich keinen Grund gibt. Spätestens mit den Feierlichkeiten zum tausendjährigen Be- stehen von Litauen in 2009 und dem Ausrufen von Vilnius als Kulturhauptstadt im gleichen Jahr wird sich dies ändern und der Fokus des Interesses auf der litauischen Hauptstadt liegen, die dann nicht nur geographisch, sondern auch kulturell die Mitte Europas darstellt.

Für Sie bedeutet dies, dass hier vieles noch sehr ursprünglich ist. Die bei den Gästen der Stadt beliebten Cafes und Kneipen sind auch bei den Bewohner der Stadt angesagt, schnell kommt man ins Gespräch, die Litauer sind bekannt für ihre Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber Fremden.

Profitieren Sie daher von den im Verhältnis zur Leistung noch sehr günstigen Preisen der Hotels, Restau- rants, Mietwagen sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Hier finden Sie neben der Autovermietung, Hotels, Pensionen, Appartements, Jugendherbergen und Hostels, Stadtführungen und Ausflügen sowie weiteren Kultur-Leistungen auch manches Restaurant mit litauischen Spezialitäten wie z.B. den berühmten Zeppeli- nen. Ein historisches Rezept der länglichen, mit Fleisch gefüllten Kartoffelklöße, soll übrigens für vier Litauer oder 1.000 Ausländer reichen - genau das richtige nach einer Vilnius-Stadtführung. Wer bei Baltikum Tours bucht, erfährt nicht nur, wo es die leckerste Landeskost gibt, sondern auch, welches Cafe angesagt ist und wo nachts der Pabst im Kettenhemd boxt.

Die Anreise ist am einfachsten per Flug. Billigflüge mit airBaltic gibt es ab Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Wien und Zürich. Weitere Flüge ab allen bedeutenden Flughäfen der Welt.



nach oben