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Reisebaukasten Palanga

Palanga

Litauens beliebtester Badeort

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Nimmersatt
Zollstation Nimmersatt

Polangen Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Palanga 1161 im Zusammenhang mit der Landung der Truppen des Dänischen Königs Valdemar I. In den Chroniken des Deutschen Ordens taucht der Ort dann 1253 als Polangen auf. Bis ins 15. Jh. versuchten die Kreuzritter, die weiter nördlich in Livland ihre Macht zementiert hatten und im südlich gelegenen Memel (heute Klaipeda) herrschten, auch in diesem Teil des Baltikums ihre Vormacht auszubauen. Das Großfürstentum Litauen leistete jedoch über 100 Jahre lang erbitterten Widerstand und nach der Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1410, die mit einer empfindlichen Niederlage des Deutschen Ordens endete und dessen Niedergang einleitete, fiel Palanga an Litauen, während Klaipeda zunächst vom Ordensstaat gehalten wurde und später in Preußen aufging.

Die Bewohner von Palanga lebten vom Fischfang und dem Sammeln von Bernstein. Der heute eingemeinde- te Nachbarort Sventoji war lange Zeit einzige Hafenstadt Litauens und daher von großer wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Die im 16. Jh. in Livland herrschenden Schweden zerstörten den Hafen, weil sie die Konkurrenz für Riga fürchteten.

Ende des 18. Jh. eroberte Russland große Teile des polnisch-litauischen Großreichs, darunter auch Palanga. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte es dann zur ersten unabhängigen Republik Litauen. Nach abwechselnd deutscher und sowjetischer Besetzung im Zweiten Weltkrieg gehörte es dann nach 1945 zur Sowjetrepublik Litauen. Als das Land 1991 erneut die Unabhängigkeit errang, mauserte sich der Ort zum bei Einheimischen beliebten Badeort und bevorzugtem Wohnort vieler Neureicher, die hier ihre Villen bauten.

Nimmersatt (Nemirseta)

Der heute als Nemirseta auf den Landkarten geführte Ortsteil von Palanga war bis 1920 unter dem Namen Nimmersatt nördlichster Vorposten Ostpreußens und damit des Deutschen Reiches, wie der Reim Nimmersatt, wo das Reich sein Ende hat erzählt. Heute erinnert nur noch das leer stehende und langsam verfallende Zollhaus an den ehemaligen Grenzübergang zu Russland.

 

Bernsteinmuseum Pala
Bernsteinmuseum Palanga

Palanga Kultur und Freizeit

Während viele Orte im Baltikum mit kulturhistorischen und architektonischen Highlights aufwarten, zieht Palanga hauptsächlich einheimische Gäste zum Baden an. Der hinter Kiefernhain und mit Hafer sowie wilden Rosen bewachsenen Dünen gelegene Strand bietet allerlei Freizeitmöglichkeiten wie Beachvolleyball, bei denen man mit den kontaktfreudi- gen Litauern schnell warm wird. Nach dem Sonnenbad schlendert man über die von zahlreichen Cafes und Bars gesäumte Basanavicius-Allee, die in weit in die Ostsee ragende Seebrücke mündet. Abends erwacht hier das Leben erst richtig, die trinkfeste Bevölkerung feiert die kurzen Nächte in den Sommermonaten durch.

Einen Besuch wert ist das 1897 erbaute neoklassizistische Palais des Grafen Feliks Tyszkiewicz, in dem sich heute das größte Bernsteinmuseum des Baltikums befindet. Die renovierungsbedürftigen Säle versprühen zwar noch einen leicht sowjetischen Charme, warten jedoch mit einer einzigartigen Sammlung von über 25.000 Stücken Bernstein auf, davon 15.000 mit Inklusien von Insekten, Spinnen und anderen Kleinlebewesen. Zu sehen sind auch Kopien des im 19. Jh. in Juodkrante gefundenen, aus der Steinzeit stammenden Bernsteinschmuckes, die sog. Schwarzorter Funde, dessen Originale in mehreren Sammlungen verstreut sind.

Der Park des Palais ist ein botanischer Garten, der von dem französischen Landschaftsarchitekten Edouard Francois André entworfen wurde. Er ist beliebtes Ausflugsziel für Hochzeitsgesellschaften. Wenn einem im Sommer hier weiß verschleierte Damen begegnen, dann sind es also nicht unbedingt Schlossgespenster.

 

Seebrücke Palanga
Seebrücke Palanga

Palanga Hotels, Restaurants, Flug, Mietwagen, Autovermietung, Freizeit

Wer plant, seinen Urlaub in Palanga zu verbringen, sollte sich im Klaren sein, dass dort weniger Kultur als mehr Amusement im Vordergrund steht. Die Strände sind sehr gut besucht und auch nachts ist nicht an Ruhe zu denken. Die Sommermetropole Litauens ist daher fest in einheimischer Hand, Urlauber aus anderen Teilen Europas suchen und finden diesen Trubel bei wärmeren Temperaturen auf Mallorca oder an anderen Partystränden. Im Hotel oder Restaurant wird hier daher auch, anders als im nahen Klaipeda, selten englisch oder deutsch gesprochen. Baltikum Tours biete daher keine Palanga Hotels, Pensionen oder andere Unterkünfte an. Dennoch lohnt sich schon wegen des Bernsteinmuseums ein Tagesausflug hierher. Wenn Sie das Memelland entdecken wollen, wohnen Sie am besten in Klaipeda (Memel). Von dort aus lohnen sich Ausflüge mit Fahrrad auf dem Fahrradwanderweg durch den Regionalpark Ostseeküste, der vom ehemaligen Memel bis zum Botanischen Garten in Palanga führt. Zum Flughafen Palanga gibt es wenig internationale Flüge. Auf Nachfrage erhalten Sie gerne Auskünfte über mögliche Verbindungen. Auch können Sie hier in Palanga Mietwagen buchen. Die Autovermietung befindet sich am Flughafen. Abgeben können Sie den Wagen auch in anderen Orten des Baltikums.



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