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Reisebaukasten Kaunas

Kaunas

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Festung Kaunas
Festung Kaunas

Kaunas Geschichte

Kaunas wurde im 14. Jh. am Zusammenfluss von Neris - der Mutter des Landes - und Nemunas - dem Vater des Landes - als strategisch wichtige Festung im Kampf gegen die Ritter des Deutschen Ordens gegründet, die die Burg mehrmals eroberten und zerstörten. Doch konnten die Kreuzritter ganz Litauen nie erobern, obwohl sie es von Ostpreußen und Livland aus in die Zange nahmen. So wendete sich das Blatt auch in Kaunas öfters und die Burg wurde immer wieder neu errichtet. Mit der entscheidenden Schlacht bei Tannenberg 1410 ging der Stern der Ordensherrschaft im Baltikum unter und die Festung verlor an Bedeutung. Die verkehrsgünstige Lage führte jedoch in Folge dazu, dass der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. Bereist 1408 erhielt man das Magdeburger Stadtrecht und 1440 eröffneten die ehemaligen Feinde hier ein Hansekontor. Neben dem Handel prosperierte in Kaunas auch das Handwerk und die Stadt wurde eine der reichsten in Polen-Litauen.

Die folgenden Auseinandersetzungen ab Mitte des 17. Jh. zwischen der Rzeczpospolita, Schweden und Russland um die Vorherrschaft im Baltikum gingen jedoch auch hier nicht spurlos vorüber. So wurde Kaunas abwechselnd von Schweden und Russen besetzt, brannte mehrfach nieder und wurde von der Pest heimgesucht. Mit der Dritten polnischen Teilung im Jahr 1795 fiel die Stadt dann bis zur Eroberung durch Deutschland 1915 an Russland und wurde 1831 zur Gouvernementshauptstadt im Reich des Bären. 1920 nutzte dann Polen das Chaos der Nachkriegszeit und verleibte sich den süd-östlichen Teil Litauens nebst Vilnius ein. Kaunas wurde daraufhin bis 1940 zur provisorischen Hauptstadt des unabhängigen Teils des Landes. Von da an stritten sich die Rote Armee und die Wehrmacht um Litauen. Verstärkt ab 1944 wurden die jüdischen Einwohner im Ghetto Slobodka im Stadtteil Vilijampole kaserniert und massenhaft im nahe gelegenen IX. Fort ermordet. Nach dem Rückzug der deutschen Truppen bis zur erneuten Unabhängigkeit Litauens im Jahr 1991 lag Kaunas in der Litauischen Sowjetrepublik.

Nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums blühte Kaunas erneut auf und ist heute ein wichtiges Wirtschaftzentrum des Landes, das Bild der Innenstadt wird von den vielen Studenten der bedeutenden Universität geprägt.

 

Weißer Schwan in Kaunas
Weißer Schwan

Kaunas Kultur - Museen, Sehenswürdigkeiten, IX. Fort

Kaunas ist mit ca. 370.000 Einwohnern die nach nach der Hauptstadt zweitgrößte Stadt Litauens und wird von Fremden aber auch von deren Einwohnern selbst gerne als „litauischste“ Stadt des Landes bezeichnet. Vilnius war immer ein Schmelztiegel verschiedener Völker, im 17. Jh. waren ein Drittel der Bewohner Juden und später haben die russischen und polnischen Besatzer ihre Spuren hinterlas- sen. Die heute litauische Hafenstadt Klaipeda war bis nach dem Ersten Weltkrieg unter dem Namen Memel Teil Ostpreußens. Kaunas hingegen war weniger fremden Einflüssen ausgesetzt und noch heute halten die Einwohner ihre Stadt für die eigentliche Hauptstadt Litauens, was sie während der polnischen Besetzung ja auch offiziell war. Während das litauische Fremdenverkehrsamt mit den schönsten Frauen und dem besten Bier der Welt für das Land wirbt, ist man hier überzeugt, schöne Frauen und trinkbares Bier überhaupt nirgendwo anders zu finden. Das ist natürlich nicht allzu ernst zu nehmen und spätestens wenn Sie sich bei einer Gerstenkaltschale auf dem Rathausplatz oder der hier beginnenden Fußgängerzone der südländischen dolce vita hingeben, verinnerlichen Sie den Lokalpatriotismus der Einwohner. Sehenswert sind neben der Burgruine das Weißer Schwan genannte Rathaus, die danebenliegenden barocke Jesuitenkirche, die Vytautaskirche, die St. Georgskirche und das spätgotische, von einem deutschen Kaufmann während der Hansezeit aus 16 verschiedenen Backsteinformen errichtete Perkunas-Haus, das an die Annenkirche in Vilnius erinnert. Der Name kommt vom Gott des Donners, dem dort vor Errichtung des Hauses ein Tempel geweiht gewesen sein soll. Einen wunderbaren Blick über die Altstadt und das Memeltal genießen Sie von den Hängen des Flusses, auf die eine Standseilbahn hochführt.

Dem litauischen Komponisten und Maler Mikalojus Konstantins Ciurlionis ist das bekannteste Museum der Stadt gewidmet, in dem nicht nur Gemälde des Künstlers ausgestellt sind, sondern auch seine Musik gehört werden kann. In der gleichen Straße direkt gegenüber befindet sich das Teufelsmuseum, das mit der weltgrößten Sammlung von Belzebuben einen interessanten Aspekt des strengen Katholizismus im Land beleuchtet. Sehenswert ist auch eine Ausstellung über George Maciunas, zeitgenössischer Künstler und Weggefährte von Joseph Beuys. Etwas außerhalb von Kaunas liegt das oben erwähnte IX. Fort, das heute Gedenkstätte für die ermordeten Juden in ganz Litauen ist. Am Kaunasser Meer, einem Stausee im Lauf des Nemunas am östlichen Stadtrand, ist das Kloster Pazaislis zu finden. Der beeindruckende Barockbau wurde von italienischen Architekten entworfen, die meisten der zahlreichen Fresken stammen vom florentinischen Maler Michelarchangelo.

 

Perkunashaus in Kaunas
Perkunashaus

Kaunas Hotels, Flug, Mietwagen, Stadtführung

Obwohl die Stadt doch deutlich weniger Besucher hat als Vilnius, gibt es Kaunas Hotels für jeden Anspruch und jeden Geldbeutel. Sie finden auf der Übersichtsseite für Unterkünfte Touristklasse-Hotels, Bussinessklasse-Hotels und Pensionen. Wenn Sie preisgünstig und doch komfortabel übernachten möchten, empfehlen wir die Kaunas-Pension, die geschmackvoll eingerichtete Zimmer mit Du/WC zu einem wesentlich günstigeren Preis anbietet, als ein vom Komfort her vergleichbares Kaunas-Hotel der Touristklasse.

Einzelreisende können in Kaunas Mietwagen buchen und diese in der Kaunas Autovermietung oder in anderen Städten des Baltikums wieder abgeben. Für Gruppen bieten wir viele Kultur- und Freizeitangebote wie Kaunas Stadtführungen, Ausflüge zum Kloster Pazailis oder dem IX. Fort sowie Führungen durch die Museen der Stadt.



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