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Reisebaukasten Jurmala

Jurmala

Der mondäne Badeort bei Riga mit exklusiven Spa-Hotels

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Strand Jurmala
ehemaliges Strandhotel in Jurmala

Geschichte und Geographie

Obwohl Jurmala seit 1920 Stadtrecht besitzt, handelt es sich eigentlich um eine zwischen der Bucht von Riga und dem parallel zur Küste verlaufenden Fluss Lielupe (deutsch: Kurländische Aa) gelegene Halbinsel, auf der mehrere Orte angesiedelt sind. Von Ost nach West sind dies Bulluciems, Lielupe, Bulduri, Dzintari, Majori, Dubulti, Jaundubulti, Pumpuri, Melluzi, Asari, Vaivari, Kauguri, Sloka, Jaunkemeri und das landeinwärts liegen- de Kemeri sowie der am anderen Flussufer kurz vor der Mündung der Lielupe ins Meer gelegene Ort Priedaine. Hier mündet auch die Bullupe in die Lielupe. Über sie kommt man in die Daugava und somit auf dem Wasserweg bis ins nur 25 km nahe Riga.

Der scheinbar endlose, feinsandige Badestrand erstreckt sich von der Mündung der Lielupe entlang den Badeorten auf Jurmala auf einer Länge von 32 km nach Westen. Hinter dem flachen Strand geht die Böschung in sanfte, mit Strandhafer und Wildrosen, tiefer landeinwärts mit Kiefern bewachsene Dünen über. Streckenweise findet man während der Blüte märchenhaft schönen Rhododendronwald. Die von Südost kommende Lielupe wendet sich erst bei Sloka nach Nordost und grenzt ab dort den schmalen Landstreifen vom Meer ab. Weiter westlich und somit nicht mehr auf der Nehrung gelegen befindet sich Kemeri. Hier beginnt der Nationalpark Kemeri, der zur guten Hälfte aus dichtem Wald, zu 24 % aus Sumpf und zu 10 % aus offenen Wasserflächen besteht.

Nach dem Sieg der russischen über die napoleonischen Truppen Anfang des 19. Jh. erholten sich zunächst Veteranen in den damaligen Fischerorten auf der Halbinsel. Es dauerte nicht lange, bis der russische Adel die Schönheit der Landschaft entdeckte, selbst die Zarenfamilie verbrachte hier die Sommerfrische. Auch immer mehr Bewohner Rigas machten sich im Sommer auf die damals noch beschwerliche Reise. So wurde zunächst der Ort Dubbeln (heute Dubulti) mit Förderung des russischen Staates zum Badeort ausgebaut. In Kemmern (Kemeri) entstand das berühmte Schwefelbad. Durch den Bau der Elektritschka 1877 von Riga nach Tukums mit Halt an den Badeorten erlebte Jurmala einen wahren Boom. Immer mehr betuchte Rigenser bauten nun hier Sommerhäuser in Holzbauweise, teils die typischen kleinen russischen Datschen, teils mondäne Villen im Jugendstil. Nach dem Ersten Weltkrieg und der lettischen Unabhängigkeit kamen viele deutsche und skandinavische Badegäste, die den Begriff Lettische Riviera prägten. Während der sowjetischen Besetzung Lettlands wurden dann Bettenburgen für erholungsbedürftige Parteikader errichtet, was den Charme des Kurortes erheblich minderte. Die Abwässer der Papierfabrik in Sloka machten dann das Baden in der Bucht von Riga unmöglich. Diese wurde jedoch nach der erneuten Unabhängigkeit Lettlands geschlossen, heute bekommt der Strand jährlich die blaue Flagge für gute Wasserqualität. Nach und nach werden auch die lange verfallenden Holzvillen liebevoll restauriert, die Betonburgen wurden geschleift und besonders Majori entwickelt sich wieder zum beliebten Reiseziel mit exklusiven Wellnesshotels.

 

Gewitter in Jurmala
Gewitter in Jurmala

Kultur und Freizeit

Der schon in früheren Zeiten beliebte Badeort ist nach den Sünden der Sowjetzeit längst wieder aus dem Dornröschen- schlaf erwacht und verbindet die Annehmlichkeiten eines mondänen Seebades mit einmalig schöner Natur. Machen Sie bereits die Anreise zu einem Erlebnis und besteigen Sie in Riga die Richtung Tukums fahrende Vorortbahn. In den einzelnen Ortsteilen Jurmalas halten Sie an Bahnhöfen, deren hölzernen Gebäude noch aus der Zarenzeit stammen. In einer guten Stunde ab Riga sind Sie in Kemeri, wo Sie auf den Wanderwegen auf durch die Sümpfe verlegten Holzplanken das Niedermoor erkunden können. Wieder ein Stück zurück mit der Bahn lohnt es sich in Pumpuri auszusteigen und entlang dem Strand zum Hauptort Majori zu spazieren, wofür man ca. zwei Stunden rechnen sollte. Dort angekommen lädt die Fußgängerzone zum Lustwandeln zwischen historischen Hotels, Restaurants, Cafes und Souvenirläden. Von hier aus können Sie dann die Rückfahrt nach Riga mit einem Ausflugsschiff antreten. Auf den Mäandern der Lielupe kreuzen Segeljollen, am Ufer winken badende Kinder und am Schilf ankernd warten Angler in ihren Nussschalen auf fette Beute. In die Daugava einmündend fahren Sie dann mit der untergehenden Sonne im Rücken, während die Silhouette der Altstadt, die von den Türmen des Doms und der Petrikirche dominiert wird, langsam näher rückt.

Zwar kann es, wie oft an der See, auch in den Sommermonaten mal regnen, doch meist scheint schon nach kurzer Zeit die Sonne wieder. Ein Gewitter hier ist ein besonderes Schauspiel, das sich in einem der verglasten Strandcafes bequem erleben lässt. Hier und dort durchbricht die Sonne die schwarzen, tief hängenden Wolken. Die gleißenden Strahlen erinnern an die Wiege der Sonne auf den Lofoten oder an die expressionistischen Bilder des Emil Nolde. Kurz darauf ist der Spuk vorbei, der weiße Sand und der blaue Himmel leuchten wieder um die Wette.

 

Fußgängerzone Jurmal
Fußgängerzone Jurmala

Jurmala Hotels, Wellness, Pensionen, Appartements

Noch haben nicht alle Jurmala Hotels den Standart, den man für die verlangten Preise erwarten würde. Pensionen und Appartements gibt es hier gar nicht und die wenigen kleinen Hotels mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sind sehr früh ausgebucht. Baltikum Tours bietet daher nur einige wenige, exklusive Wellness-Hotels an, die mit ihrem Service und ihrer Qualität an den legendären Ruf des mondänen und international bekannten Seebads anknüpfen.



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