Radreise Memelland und Kurische Nehrung
Achttägige Reise • garantierte Ausführung ab zwei Personen
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Auf dieser achttägigen, geführten Radreise entdecken Sie die einmalige Schönheit der Kurischen Nehrung und des Memellandes. Im Memeldelta nisten unzählige, seltene Vogelarten, nirgends in Europa gibt es mehr Störche als an den Ufern des Flusses.
Auf der Fahrt per Boot über das Haff rückt die unwirkliche Kulisse der Nehrung näher. Die über 60 m hohen Sanddünen sind die höchsten Europas, in ihnen erlebt man die „Brüllende Stille“, während auf der anderen Seite der Halbinsel die Ostsee mit feinem Sandstrand zum Bade lädt. Entlang dem Haff radeln Sie durch malerische Fischerdörfer, dann durch urwaldähnlichen Forst, in dem Elche zu Hause sind.
Letzte Station ist die quirlige Hafenstadt Klaipeda, das ehemalige Memel, in dem aber auch beschauliche Straßencafes mit dem „besten Bier der Welt“ zum Dolce Vita locken. Hier können Sie die Reise verlängern, um die Eindrücke Ihrer Lieblingsplätze auf der Nehrung oder im Memelland zu vertiefen. Auch ein Abstecher mit Mietwagen ins nahe Kurland, in dem noch Wildpferde leben, lohnt.
Sie können die Anreise selbst übernehmen oder hier einen Flug nach Riga bzw. eine Fährfahrt nach Klaipeda zubuchen. Die An-/ Abreise per Fähre ist möglich mit folgenden Verbindungen:
Freitag 22:00 ab Kiel – Samstag 20:00 an Klaipeda
Sonntag 01:00 ab Klaipeda – Sonntag 22:00 an Kiel
Weitere Fährzeiten für frühere Anreise bzw. spätere Abreise auf Anfrage.

• Sicherungsscheine •
Willkommenstreffen •
Deutschsprachige Reisebegleitung •
Transfers mit Bus auf ausgewählten Strecken, die sich zum Fahrradfahren nicht eignen •
Übernachtung im DZ in zentralen ***-Hotels •
Frühstück •
Individuelles Informationsmaterial (Stadtführer und Tourenbeschreibung) |

• • An-/ Abreise per Flug oder Fähre •
Transfer zum Hotel bzw. Fährhafen •
Übernachtung im Einzelzimmer •
7 x dreigängiges Abendessen in den Hotels •
Zusätzliche Unterbringung vor oder nach der Tour •
Fahrräder mit Ketten- oder Nabenschaltung oder Elektroräder samt Ortliebsatteltasche •
Ortlieb-Lenkertasche mit Kartenhalter •
Vermittlung verschiedener Reiseschutzversicherungen |
ab Euro 845,-
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1.Tag: Ankunft in Klaipeda
Bei Anreise mit Flug bis Riga können Sie von dort mit Linienbus bis Klaipeda fahren, eine Vorbuchung für den Bus ist nicht möglich. Bei Anreise mit der Fähre, egal ob Sie diese selbst organisieren oder hier buchen, können Sie den optionalen Transfer in Anspruch nehmen.
• Übernachtung im ***Hotel OLD MILL
Zollstation Nimmersatt2. Tag: Palanga
Nach dem Frühstück findet ein Willkommenstreffen mit Besprechung der Reise statt.
Zum Warmwerden radeln Sie durch den Regionalpark Ostsee entlang der Küste, kommen durch das malerische Fischerdorf Karkle und durch Nemirseta, das ehemalige „Nimmersatt, wo das Deutsche Reich ein Ende hat“, in dem heute nur noch eine zerfallende Zollstation an den nördlichsten Posten von Ostpreußen erinnert.
Bernsteinmuseum PalangaSie fahren weiter durch Kiefernwald bis nach Palanga, dem besonders bei Einheimischen beliebten Badeort mit der 470 m langen Seebrücke. Hier steht ein Besuch des Bernsteinmuseums im Schloss des Grafen Tiskiewics, in dem 25.000 Exponate mit über 15.000 Einschlüssen von Tieren und Pflanzen zu sehen sind, auf dem Programm. Zurück nach Klaipeda geht es im Bus mit einem Stopp an der prähistorischen Sternwarte in Sventoji.
• Radtour ca. 40 km
• Übernachtung wie am Vortag
Ännchen von Tharau3. Tag: Klaipeda und Memelland
Morgens erfahren Sie auf einem Spaziergang durch die Altstadt von Klaipeda, dem ehemaligen Memel, alles Wissenswerte über den Ort mit der wechselvollen Vergangenheit und lebendigen Gegenwart. Wieder im Sattel geht es dann durch die Wiesen des Memellandes, vorbei an Gutshäusern mit liebevoll gepflegten Parkanlagen bis nach Silute, dem ehemaligen Heydekrug, dessen Ursprung ein Dorfkrug war. Die Kleinstadt liegt an der ab hier schiffbaren Sziesze, die in das Haff entwässert.
• Radtour ca. 40 km
• Übernachtung im ***Hotel Gilija
Memeldelta4. Tag: Memeldelta und die Insel Rusne
Heute erradeln Sie das phantastische Mündungsgebiet der Memel und die mittendrin gelegene Insel Rusne (Ruß) mit der alten Pumpstation und dem historischen Leuchtturm im Hafen von Uostadvaris (Kuvertshof). Viele seltene Vogelarten sind hier zu finden, insbesondere für Wasservögel ist das Memeldelta ein wahres Paradies.
• Radtour ca. 45 km
• Übernachtung wie am Vortag
Windenburger Eck5. Tag: Zum Windenburger Eck und auf die Kurische Nehrung
Durch Wiesen, Felder und Wälder führt der Radweg zunächst zu dem am Haff gelegenen Ort Kintai und kreuzt dabei den vom Preußischen König beauftragten und 1873 eröffneten König-Wilhelm-Kanal, der den Fluss Minija mit dem Haff verbunden hat und damit das Umschiffen des bei Sturm gefährlichen Windenburger Ecks unnötig machte, das Sie als nächstes Ziel haben. Sehenswert sind dort ein Leuchtturm aus dem 19. Jh. und die Vogelwarte.
Große Düne bei NidaNun geht es im Boot über das Haff nach Nida (Nidden). Die Dünen der Nehrung tauchen zunächst als schmales, gelbes Band am Horizont auf, werden dann größer und größer und lassen erahnen, wie die Einwohner des ursprünglich fünf Kilometer weiter südlich gelegenen Nida sich fühlten, als die Sandmassen unaufhaltsam näher rückten und den Ort unter sich begruben.
• Radtour ca. 45 km
• Übernachtung im ***Hotel Nerija
Thomas-Mann-Haus6. Tag: Nida
Der Tag ist zur freien Verfügung. Nutzen Sie ihn zu einem Spaziergang durch Nida mit seinen malerischen Fischerhütten. Anfang des 20. Jh. zog der magische Ort viele Künstler an, die die Künstlerkolonie Nidden gründeten. Auch Thomas Mann verbrachte hier die Sommerfrische, sein Haus ist heute ein Museum. Die große Düne sollte man ebenfalls zu Fuß erklimmen. Hier können Sie sich in der unwirklichen Landschaft in sich selbst verlieren. Zur Stärkung am Mittag empfiehlt sich geräucherter Fisch, den es in einem Imbiss direkt neben dem Hafen frisch aus dem Rauch gibt. Nachmittags lockt der feine Strand der Ostsee, den Sie mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichen.
• Übernachtung wie am Vortag
Hexenberg bei Juodkrante7. Tag: Über Schwarzort nach Memel
Entlang des Küstenradweges am Haff erwarten Sie die unterschiedlichsten Impressionen. Der Garniu kalnas (Reiherberg), bewohnt von einer großen Kolonie Reiher und Kormorane, scheint zeigen zu wollen, wer die eigentlichen Herren der Nehrung sind. Doch die Toten Dünen bei Pervalka (Perwelk) führen einmal mehr vor Augen, Sand und Wind sind die Herrscher der Halbinsel. In Juodkrante (Schwarzort) ist es dann von Menschenhand geschaffene Kunst, die zum Rasten einlädt. Gleichwohl die Litauer heute streng katholisch sind, haben sie in Ihrer Kultur Reminiszenzen an die Zeit als „letzte Heiden Europas“ bewahrt, die sich in einer von Geistern bevölkerten Sagenwelt zeigen. Auf dem Hexenberg finden Sie zahlreiche aus Holz geschnitzte Figuren, die hierüber Zeugnis ablegen.
Wald auf der NehrungWeiter geht es durchs Inselinnere. Dichter, urwaldähnlicher Forst, in dem noch Elche zuhause sind, zeigt, wie die Nehrung überall aussah, bevor die Eingriffe des Menschen die Dünen zum Wandern brachten und damit eine der eigentümlichsten Kulturlandschaften schufen. In Smyltene (Sandkrug) setzen Sie dann per Fähre über das Haff zum Ausgangspunkt der Reise.
• Radtour ca. 55 km
• Übernachtung wie am ersten Tag
Straßencafe in Klaipeda8. Tag: Ende der Reise oder Verlängerung
Wenn Sie die litauische Seele näher kennen lernen wollen, dann bietet sich gerade hier die beste Gelegenheit. Während Nida und die Altstadt von Vilnius fest in Händen der Touristen sind, finden Sie in der Altstadt von Klaipeda manch lauschiges Plätzchen, das nur von Einheimischen bevölkert wird. Das mediterrane Klima hat auch eine solche Lebensweise geprägt, erst mit der Dämmerung scheint man richtig zu erwachen. Doch während südlich der Alpen Wein in den Adern fließt, ist es hier das Bier, dass die Zungen löst. Das hier gebraute ist nach Meinung der Litauer das beste der Welt. Dem schließen wir uns uneingeschränkt an, nicht ganz ohne Stolz darauf, dass die örtliche Brauerei noch von unseren ostpreußischen Landsleuten gegründet wurde, denn Memel wurde erst 1919 in Litauen integriert. Wie auch immer, die heutigen Bewohner haben ein unverkrampftes Verhältnis zur Geschichte und es dauert nicht lange, bis Sie an den langen Tischen der Straßencafes in ein Schwätzchen verwickelt sind. Probieren Sie dabei unbedingt die typischen kleinen Leckereien, ohne die man hier niemals den Gerstensaft fließen lässt: geräucherter Speck und Fisch, herzhafter Käse und allerlei unaussprechliche Dinge, die man gesehen und gekostet haben sollte, bevor man über sie urteilt. Wem das zu exotisch ist, der hält sich an die berühmten Zeppeline. Die Menge eines überlieferten Rezeptes soll für vier Litauer oder 1.000 Ausländer reichen.
Wildpferde in KurlandBei Verlängerung der Reise im gleichen Hotel steht das Fahrrad für diese Zeit kostenlos zur Verfügung. Einen Mietwagen finden Sie
hier. Mit diesem können Sie z.B. auch das nahe gelegene, heute zu Lettland gehörende, Kurland erkunden. Dort gibt es Wildpferde und den längsten Wasserfall Europas zu entdecken.